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ARDS

ARDS

Das ARDS (Adult Respiratory Distress Syndrome) ist gekennzeichnet durch ein akutes Lungenversagen mit ausgeprägten parakünischen, röntgenologischen und histologischen Veränderungen bei normalem linksatrialem Druck. Eine Vielzahl ätiologischer Faktoren kann bei vorher lungengesunden Patienten zum ARDS führen. Als häufigste Auslöser gelten Pneumonie, Aspiration, Poly-trauma und septische Zustände (88), (99). Trotz verbesserter intensivmedizinischer Möglichkeiten ist das ARDS auch heute mit einer Mortalitätsrate von 40 bis 50% behaftet. Pathogenetisch liegt initial eine Störung in der pulmonalen MikroZirkulation mit Erhöhung der Kapillarpermeabilität und Ausbildung eines interstitiellen Lungenödems vor.Bei über 50 % der Patienten geht das ARDS mit einer relevanten pulmonalen Hypertonie einher, die einen eigenen Mortalitätsfaktor darstellt.Neben einer konsequenten Behandlung der auslösenden Ursache gehören supportive Maßnahmen zur Verbesserung der Oxygenierung (PEEP-Beatmung, Lagerung, niedrige Tidalvolumina) zu den Grundpfeilern der ARDS-Therapie.Entscheidende Wirkungen von Iloprost sind die pulmonale Vasodilatation, eine Stabilisierung der Kapillarmembran und die Verbesserung der pul-monalen MikroZirkulation. Außerdem steigert Iloprost die Stretch-induzierte Surfactant-Produktion in Alveolarepithel-Typ-ll-Zellen und wirkt antiinflammatorisch.Durch die inhalative Gabe von Vasodilatantien wird eine selektive Wirkung auf Pulmonalgefäße im Bereich gut belüfteter Lungenareale (pulmonale und intrapulmonale Selektivität) erreicht, was zur Verbesserung der Oxygenierung und zur pulmonalen Drucksenkung führt.

Zur Gabe von NO beim ARDS gibt es einen systematischen Cochrane-Review randomisierter Studien, wonach die Inhalation des Gases eine vorübergehende Verbesserung der Oxygenierung bewirkt, während die Mortalität unbeeinflusst bleibt.Auch für inhalatives Iloprost wird in publizierten Fallserien eine Verbesserung der Oxygenierung beschrieben. Gleichzeitig konnten die Einstellungen am Beatmungsgerät (BIPAP-Modus) hinsichtlich Pmax, PEEP und inspiratorischer Sauerstoffkonzentration zurückgenommen werden. Die Iloprost-Dosierung entsprach der bei der chronischen idiopathischen PAH zugelassenen. Eine prophylaktische Gabe von Iloprost bei diesem Krankheitsbild wird als erfolgversprechend bezeichnet.