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Thrombendarteriektomie

PULMONALE HYPERTONIE NACH PULMONALER THROMBENDARTERIEKTOMIE (PEA)

Die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) besitzt un-behandelt und abhängig vom pulmonal arteriellen Mitteldruck eine ähnlich ungünstige Prognose wie die idiopathische PAH. Allerdings steht bei Vorliegen proximal gelegener Verschlüsse und Strikturen der Pulmonalarterien mit der PEA eine potentiell kurative Behandlungsmethode mit vertretbarem Operationsrisiko zur Verfügung.Bei der nur in wenigen Zentren weltweit in kontrollierter Hypothermie durchgeführten Operation werden die betroffenen Pulmonalarterien bis zur Subsegmentebene chirurgisch desobliteriert.In der frühen postoperativen Phase kann es auch nach erfolgreicher Endar-teriektomie prozedurbedingt zu einem Persistieren der pulmonalen Hypertonie kommen. Komplikationen sind Hämoptysen, Reperfusionsödem mit Hypoxämie und Rechtsherzversagen. Bei persistierender postoperativer pulmonaler Hypertonie und Reperfusionsödem handelt es sich um spezifische Risikofaktoren der früh-postoperativen Mortalität (39). Systemisch applizierte Vasodilatantien bergen die Gefahr der systemischen Hypotension mit Minderperfusion des hypertrophierten rechtsventrikulären Myokards. Eine möglichst selektive pulmonale Drucksenkung ist daher entscheidend.In einer Pilot-Untersuchung (n = 12) konnte durch inhalative Gabe von Epoprostenol bzw. Iloprost eine selektive pulmonale Vasodilatation nach PEA erreicht werden. Die pulmonale Drucksenkung unter Iloprost war dabei gegenüber Epoprostenol signifikant stärker.

Weitere Studienergebnisse bestätigten die signifikante Verbesserung der früh-postoperativen Hämodynamik nach PEA durch inhalatives Iloprost. Dabei wird auf die gegenüber inhaliertem Stickstoffmonoxid erhöhte hämodynamische Responderrate hingewiesen. Keiner der Patienten entwickelte ein klinisch bedeutsames Reperfusionsödem.

In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 22 CTEPH-Patienten zeigte sich gegenüber Plazebo eine signifikante und anhaltende Senkung von pulmonal-arteriellem Druck und Widerstand. Die gezielte Senkung der rechtsventrikulären Nachlast durch inhalatives Iloprost könnte zu einer Verbesserung der operativen Ergebnisse nach PEA beitragen.