Flores medical - multisonic - Inhalation mit Ultraschall

Lokalanästhesie

Atemwegssicherung im Rahmen einer Allgemeinanästhesie bei Patienten mit von der Norm abweichende Atemwege stellt ein Risiko für den betroffenen Patienten, und eine Herausforderung für den Anästhesisten dar.

Bei bekannten von der Norm abweichenden Atemwegen stellt die fiberoptische Wachintubation das sicherste mögliche Verfahren dar. Aufgrund der emotionalen Angstbelastung für den Patienten erfordern Verfahren ohne Sedierung eine kompetente Aufklärung, ermöglichen jedoch eine Mitarbeit des Patienten, die das Vorgehen um ein Vielfaches erleichtern kann.

In der Regel ist dieses Verfahren jedoch nicht ohne topische Anästhesie oder leichter Sedierung durchführbar. Zur Unterdrückung von Würgreiz, Schluck- und Hustenreflex, sowie zur Vermeidung schmerzhafter Momente ist eine suffiziente Anästhesie des oberen und mittleren Atemwegs unabdingbar.

Zur Anästhesie bei fiberoptischer Intubation, oro- oder nasotracheal, existieren eine Vielzahl von Möglichkeiten, bei denen sowohl systemische Analgosedierung, topische und Regionalanästhesieverfahren, als auch Kombinationen hiervon zur Anwendung kommen.

Eine Lösung ist die Verneblung des verwendeten Lokalanästhetikums. Die Verwendung von herkömmlichen druckluftgesteuerten Düsen-Verneblern erfordert jedoch eine hohe Anästhetika-Konzentration (z.B. Lidocain 4-10%), so dass hier die Maximaldosis des Lokalanästhetikums schnell erreicht wird.

Vorteilhafter ist die Verwendung des Ultraschall-Verneblers Multisonic® InfraControl, der zur Verneblung flüssiger Atemwegs-Therapeutika entwickelt wurde und bei Patienten mit Pulmonaler Hypertonie vielfach eingesetzt wird. Nach Anschluss eines einfachen Adapters kann er unmittelbar distal des HME-Filters in das Beatmungsschlauchsystem integriert werden kann. (s. Abbildung). Er erzeugt einen sehr feinen Nebel mit einer mittleren Tröpfchengröße von 3,5 µm, der bis tief in die kleinen Atemwege verteilt wird. Die Integration in das Narkosebeatmungssystem mit einer herkömmlichen Beatmungsmaske, die sich der Patient selbst auf Mund und Nase halten kann ermöglicht zum einen eine suffiziente Abgabe des Lokalanästhetika-Nebels nur während der Inspiration, zum Anderen eine zeitgleiche ausführliche Präoxygenierung.

Im Praxiseinsatz wurden mit je 100 mg Lidocain Würgreiz und Hustenreflex suffizient unterdrückt bei maximaler Kooperation des Patienten, was einen maximal weit geöffneten Pharynx durch aktives Herausstrecken der Zunge und Anheben des Mundbodens ermöglichte und hierdurch die endoskopische Sicht und damit den Intubationsvorgang um ein Wesentliches erleichterte.
Das Verfahren wird in einem Abstract beschrieben, der auf dem ESA-Kongress in Kopenhagen im Mai 2008 vorgestellt wurde.

InfraControl mit Maske direkt
InfraControl mit Gaensegurgel und Maske
InfraControl Bronchoskopie