Flores medical - multisonic - Inhalation mit Ultraschall

Pulmonale Hypertonie

Bei intensivmedizinisch betreuten Patienten tritt oftmals eine pulmonale Hypertonie auf, wofür es verschiedene Ursachen gibt. Eine postoperative Persistenz oder Erhöhung der pulmonal-arteriellen Druckwerte findet sich häufig nach chirurgischen Eingriffen am Herzen und nach Herztransplantationen, also Operationen mit Herz-Lungen-Maschine. Auch nach einer pulmonalen Thrombendarteriektomie (PEA) können anhaltend oder vorübergehend erhöhte pulmonale Blutdruckwerte ein therapeutisches Problem darstellen. Auch Patienten mit chronischen Formen der pulmonalen Hypertonie (z. B. PAH) können aufgrund einer fortschreitenden oder akuten Rechtsherzdekompensation intensivbetreuungspflichtig werden.

Eine pulmonale Hypertonie kann im Kindes und Neugeborenenalter auf sehr verschiedenen Grunderkrankungen beruhen. Ursachen sind hauptsächlich die persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN), die bronchopulmonale Dysplasie (BPD), die pulmonale Hypertonie bei angeborenen Herzfehlern, die idiopathische pulmonal-arterielle Hypertonie (iPAH) oder auch das hypoxische Lungenversagen.

Mehrere Kasuistiken und Studien mit kleiner Fallzahl weisen auf eine potente pulmonal selektive Blutdrucksenkung durch inhalatives Iloprost im kardiochirurgisch postoperativen Einsatz hin. Durch die selektive Wirkung auf die pulmonale Hämodynamik wurden die Kreislaufverhältnisse stabilisiert, die Beatmungszeit teilweise verkürzt und insgesamt ein komplikationsloser postoperativer Verlauf gefördert. Iloprost wird als gute Alternative zur Gabe von NO gewertet. Neben der gegenüber NO prägnanteren pulmonalen Vasodilatation werden gute Verträglichkeit und einfache Handhabung von inhalativem Iloprost hervorgehoben.

Auch bereits klinisch instabile Hochrisikopatienten mit PAH können publizierten Studienergebnissen zufolge von einer inhalativen Iloprost-Gabe profitieren.

Weitere Informationen zu Krankheitsbildern, bei denen Iloprost-Inhalation verabreicht wird.